Ein Einstand nach Maas sieht wirklich anders aus. Der neue Chef ist noch nicht mal vereidigt – und schon erweist das Auswärtige Amt ihm einen echten Bärendienst. Am Montag war ein vertrauliches Papier bekannt geworden, mit dem die Behörde befreundeten (!) Redaktionen offenbar eine ausführliche Sprachregelung zukommen lassen wollte. Anscheinend fürchtet die Stabsabteilung um die Autorität des Amtschefs, wenn bestimmte Wendungen benutzt werden, die unweigerlich zu schlimmsten Verballhornungen führen müssen. Beispiel: „Gerade bei Treffen mit autokratischen und eher einfach gestrickten Staatschefs wie Erdoğan und Trump, deren Weltsicht man als ‚vulgärdarwinistisch‘ bezeichnen kann, könnte der Herr Minister Probleme bekommen, weil ihm ein wenig das ‚Gardemaas‘ fehlt.“